Wie erkenne ich gutes Olivenöl?

Olivenöl

Olivenöl ist eines der gesündesten Öle, die wir für unsere Ernährung nuten können. Das weiß man inzwischen und grundsätzlich ist dies auch richtig. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man auch auf die richtige Qualität achtet, denn andernfalls ist der „gesunde Effekt“ schnell dahin.
Doch in diesem Punkt wissen viele Menschen schon nicht so recht, worauf man dabei achten muss. Daher zum Nachlesen hier mal eine Einkaufhilfe zum Thema „Gutes Olivenöl“.

Baum und Früchte

Die Oliven reifen im Mittelmeerraum heran. Leider, denn sehr gerne hätte auch ich so einen verknöcherten Baumveteranen in meinem Garten. Doch trotz Klimawandel, werde ich dies nicht mehr erleben. Wer jetzt einen Baum pflanzt, dessen Enkel können dann ernten und auch noch die folgenden Generationen. Fest verwurzelt holt er die Kräfte der Erde aus etwa 6 Metern Tiefe an die Sonne. Es gibt Bäume, die 2000 Jahre alt sind. Ruhe strahlt so ein Baum. Christus verbrachte seine letzten Stunden in Freiheit unter Olivenbäumen.Olivenbaum

Die Steinfrucht Olive enthält Bitterstoffe, die sie roh ungenießbar machen. Doch damit gaben sich die Menschen nicht ab, sondern legten sie ein, in Öl oder Essig und machten sie damit verwertbar und auch ohne zusätzliche Konservierungsstoffe länger haltbar. Die grünen Früchte sind unreif geerntet, während die dunklen Früchte mehr oder weniger ausgereift sind. Auch gibt es in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Sorten, wodurch sich die unterschiedlichen Größen erklären.

Olivenöl

Der Großteil der Olivenernte wird jedoch zu Olivenöl verarbeitet. Dieses Öl enthält bis zu 1000 biologisch wirksame Inhaltsstoffe und kann vom Körper beinahe vollständig aufgeschlossen werden. Die Wirkstoffe wiederum verdünnen das Blut und schützen somit auch vor Herzinfarkt. Sie bekämpften freie Radikale, stärken die Zellwände und können daher auch vor Krebs schützen. Weiterhin verbessert Olivenöl es die Cholesterinwerte.
Doch wie kommt man denn nun an hochwertiges Olivenöl? Am besten wäre es natürlich, Sie knüpfen im Urlaub enge Kontakte zu einem Olivenbauern und lassen sich von diesem (bei vorausgesetztem Vertrauen)  beliefern. Doch leider ist das nicht für Jeden möglich. Reichhaltige Auswahl bietet der Handel, verschiedene Qualitäten und Preise. Gutes Öl hat natürlich seinen Preis, aber nicht immer ist das Teuerste auch das Beste. Letztlich müssen wir als Verbraucher darauf vertrauen, dass  der Aufdruck auf dem Etikett uns die richtige Auskunft gibt.

Oliven

Bezeichnungen

Die Bezeichnungen sind länderabhängig verschieden, jedoch gibt das Wort „Extra“, einen Hinweis auf die Güteklasse 1. So nennt man es dann: „Kalt gepresstes Olivenöl extra“, oder in Italien: „Olio extra vergine“ und „Huile vierge extra“ in Frankreich. Mit „Extra“ bezeichnet man die erste sanfte Auspressung der Oliven, deren Anteil freier Fettsäuren höchstens 1% beträgt. Eine Kaltpressung (nicht über 30°C)  sollte ohnehin der Standard sein.

Fehlt das „Extra“ handelt es sich um eine stärkere Pressung und dieses Öl rutscht mit etwa 2% freien Fettsäuren bereits in die Güteklasse 2. Noch immer gut und auch beim Preis normalerweise verträglich. Dieses Öl erkennen wir am Aufdruck „Nativ“.

Steht auf dem Etikett nur einfach Olivenöl, dann, sie ahnen es, haben wir es mit der Güteklasse 3 zu tun. Oft versetzt man dafür den Pressbrei noch einmal mit chemischen Lösungsmitteln, um auch das Letzte noch herauszuholen. Das Öl ist „raffiniert“, hat aber mit Gesund nichts mehr zu tun.
Oft werden die Öle allerdings auch vermischt und die Bezeichnungen sind irreführend. Auch das schönste Etikett macht ein Öl nicht besser. Hier hilft ein  durchlesen des Kleingedruckten. Gut ist es, wenn die genaue Herkunft eingetragen ist. Gute Olivenbauern werben schließlich mit ihrem Namen, da gibt es keinen Unterschied zum Wein.

Lagerung

Olivenöl gehört nicht in den Kühlschrank, sondern lediglich in einen dunklen Schrank. Es lässt sich zum kochen und braten verwenden, sollte allerdings nur bis 180°C erhitzt werden. Beginnt es in der Pfanne zu rauchen, sind die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.

Noch etwas zum Abschluss

Museum Olivenöl
Rustikal ging es früher noch zu bei der Ölherstellung

Es gab Untersuchungen darüber, wo die Menschen ruhig und gelassen sind. Ein Kriterium war die Geschwindigkeit beim Schreiten. Am langsamsten gingen die Leute auf Kreta, der Insel, auf der mehr Olivenöl konsumiert wird als irgendwo sonst auf der Welt. Weniger verwunderlich war das Ergebnis der hektischsten Menschen. Die fanden sich in New York.

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